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DR
Schw
Fallen lassen
Schwaiger, Brigitte, 2025| Verfügbar |
Ja (1)
|
| Exemplare gesamt | 1 |
| Exemplare verliehen | 0 |
| Reservierungen | 0Reservieren |
| Medienart | Buch |
| ISBN | 978-3-7076-0879-3 |
| Verfasser | Schwaiger, Brigitte
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| Beteiligte Personen | Winkler, Andrea
|
| Systematik | DR - Romane, Erzählungen, Novellen (dt.) |
| Schlagworte | Roman |
| Verlag | Czernin Verlag |
| Ort | Wien |
| Jahr | 2025 |
| Umfang | 158 Seiten |
| Altersbeschränkung | keine |
| Auflage | 1. Auflage |
| Sprache | deutsch |
| Verfasserangabe | Brigitte Schwaiger ; mit einem Nachwort von Andrea Winkler |
| Annotation | Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html); Autor: Simone Klein; Neuauflage der 2006 erschienenen autobiografischen Aufzeichnungen. (BO) Es ist bereits einige Zeit her, dass Brigitte Schwaiger mit ihrem Roman »Wie kommt das Salz ins Meer« einen Bestseller landete, der für Feministinnen der 1970er-Jahre zu einer Art Pflichtlektüre wurde. Nach weiteren Romanen, Erzählungen und Theaterstücken machte sie 2006 erneut auf sich aufmerksam, als sie im »Spectrum«, der essayistischen Samstagsbeilage der »Presse«, mehrere autobiografische Texte veröffentlichte. Darin schilderte sie ihre Erfahrungen als Patientin in psychiatrischen Einrichtungen, nachdem sie seit den 1990er-Jahren zunehmend mit psychischen Erkrankungen zu kämpfen hatte und schließlich in eine schwere Depression geraten war. Nach mehreren Aufenthalten in psychiatrischen Kliniken wurde Brigitte Schwaiger im Juli 2010 tot in einem Seitenarm der Donau in Wien aufgefunden; man ging von Suizid aus, da sie zuvor wiederholt vom »kürzeren Weg« gesprochen hatte. In »Fallen lassen« berichtet Schwaiger von diesen Klinikaufenthalten, von oft gleichgültig wirkenden Ärzten und aus ihrer Sicht zum Scheitern verurteilten Therapieansätzen, von der Angst vor dem Leben, aber auch von vereinzelten Glücksmomenten. Im Unterschied zu vergleichbaren Texten, etwa Nikolai Gogols »Aufzeichnungen eines Wahnsinnigen« oder Martina Wieds »Asyl zum obdachlosen Geist«, existiert bei Schwaiger keinerlei Distanz zwischen der leidenden Figur und der Autorin selbst. Die Nähe zu einer Erzählerin, die sich als »irre« und in einem anderen Kosmos lebend beschreibt, ist deutlich spürbar mitunter bis an die Grenze des Erträglichen, insbesondere dort, wo Suizidgedanken thematisiert werden. Abgefedert wird diese Intensität durch Schwaigers scharfen Sarkasmus, der die zwischen Psychiatrie und Literatur pendelnde Autobiografie immer wieder durchzieht. Darüber hinaus richtet das Buch einen kritischen Blick auf den Zustand der österreichischen Psychiatrie, was dem Werk eine humanitäre Dimension verleiht. |